TAMARA STRIESSNIG

SPORT

Sport trägt wesentlich dazu bei, zielorientiertes Denken, aber auch Vorstellungskraft – Imagination – Phantasie – zu entwickeln. Anders gesagt: Sport schärft die Sinne, erweitert Horizonte. Als mehrfache Bundes- und Landesmeisterin (Leichtathletik) hatte ich das Glück, diese Erfahrungen auf sehr intensive Art und Weise zu machen. Erfahrungen, die mich auch auf meinem künstlerischen Weg begleiten und diesen auch entscheidend beeinflusst haben und immer noch beeinflussen.

GEOMETRIE

Geometrie besticht durch ihre klaren Formen: strenge Linien, nüchtern und erhaben zugleich im Ausdruck. Geometrie stand am Anfang meiner Arbeiten, vielleicht ein logischer Startpunkt, der Versuch, die eigenen Möglichkeiten zu »vermessen«. Nach und nach – auch weil die geometrische Formensprache mehr und mehr zum Trend wurde – habe ich versucht, neue Wege zu beschreiten und die klar gezogenen Bahnen zu verlassen.

Ich liebe Lyrik; Hebbel, Goethe, Schiller, Lasker-Schüler Villon, um nur einige zu nennen. Ihre Texte sind Schmuckstücke, die ich in meine eigenen Schmuckstücke integriere: in manchmal technisch sehr aufwändigen Kreationen. Sie sind bereichert um das Element der Bewegung, um der – nochmals Geometrie – geometrischen Starrheit zu entkommen.

Wörtlich genommen: fortschreiten, weitergehen. Vielleicht auch: einen Schritt voraus sein; den entscheidenden Schritt voraus sein. Das ermöglicht Weiterentwicklung, künstlerisch und handwerklich. Mehrere Ausstellungen pro Jahr im Inland und im Ausland helfen mir, diesen entscheidenden Schritt permanent zu setzen.

Schmuck aus Titan, aus Edelstahl und die Kombination mit Gold und anderen Materialen – das ist die Basis meiner Arbeit. Doch was dahintersteckt, ist eigentlich die Lust an der Formgebung. Das hat zur Folge, dass ich mich mit großer Hingabe auch der Herstellung anderer Objekte widme: Vasen, Kerzenständer, Salz- und Pfefferstreuer … kleine alltäglichen Dinge, die aber auch auf ihre Art Schmuckstücke sein können.

Von Hand gefertigte Einzelstücke, Unikate, üben einen besonderen Reiz aus. Sie haben eine ganz eigene Aura. Maschinen können das nur sehr schwer, oder gar nicht. Die Seele des Luxus. Ästhetik, Funktionalität, Material, Präzision. Diese Begriffe umkreisen meine Arbeit, sind Angel- und Fluchtpunkte meiner Anstrengung. Sie verweisen auch auf die Seele des Luxus, die sich widerspiegeln möchte: in einer Ästhetik, die ebenso reduziert wie komplex ist.

  • TAMARA STRIESSNIG

    1966 Klagenfurt

  • BILDUNGSWEG

    4 Jahre HTBLVA FERLACH
    Gold- und Silberschmiede

     

    1985
    Gesellenprüfung

     

    1988
    Beitritt zur Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs

     

    1989
    Meisterprüfung

     

    1992 bis heute

    Lehrtätigkeit an der HTBLVA Ferlach

     

    1996
    Lehramtsprüfung BPA Graz

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